Vorstandshaftung in einem Konkurs

Vorstandshaftung in einem Konkurs

Sind Sie als Vorstand von einem Kurator haftbar gemacht worden wegen Misswirtschaft? Wir können Ihnen helfen!

Es kommt häufig vor, dass ein Insolvenzverwalter den Geschäftsführer einer juristischen Person (wie z.B. Verein oder Stiftung) persönlich haften lassen will für Schulden die bei einem Konkurs ungetilgt bleiben (das sogenannte Insolvenz-Defizit). Bei Missständen kann der Kurator die Geschäftsführung für das Insolvenz-Defizit haftbar machen.

Letztendlich werden solche Angelegenheiten häufig zwischen dem Kurator und der Geschäftsführung beigelegt. Wenn kein Vergleich möglich ist, kommt es zu einem Gerichtsverfahren, so dass das Gericht entscheiden muss, ob die Geschäftsführung haftbar ist. Außer der Person, die zum Zeitpunkt des Konkurses bei der Handelskammer als Geschäftsführer eingetragen ist, können auch ehemalige Geschäftsführer für Handlungen während ihrer Amtszeit haftbar gemacht werden. Das gleiche gilt für Personen, die nicht offiziell zuständig waren, aber de facto als Führungskraft vorzuweisen sind.

Ob von Missständen die Rede sein kann, hängt immer von den Umständen ab. Einige Fälle von Missständen sind gesetzlich definiert, wie das Versäumnis der Hinterlegungs- und der Bilanzierungspflicht. Ein Kurator wird immer prüfen, ob die Konten eines Unternehmens richtig verwaltet wurden (Bilanzierungspflicht) und ob der Jahresabschlussbericht rechtzeitig bei der Industrie- und Handelskammer hinterlegt wurde (Hinterlegungspflicht). Ist dies nicht der Fall, hat sich der Geschäftsführer laut Gesetz der ‚Missstände‘ schuldig gemacht. Vorbehaltlich eines Gegenbeweises wird der Missstand als Ursache für den Konkurs angenommen.

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